Ein großer Schwerpunkt ist die Leseförderung

Schulische Leseförderung, die hier gemeint ist, möchte in erster Linie dazu beitragen, dass Bücher zu einem Stück Alltagskultur werden. Gemeint ist nicht nur die Textarbeit im Unterricht, sondern ein vielfältiges, handlungsorientiertes Umgehen mit Kinderbüchern.

Unser Konzept

Für die Gruppe der Kinder, die in ihrer Familie wenig gefördert wird, versuchen wir mit der an unserer Schule angebotenen Lesefördermaßnahmen und Lesekultur kompensatorische Effekte zu erzielen. Wir wünschen uns ein „Lesehaus Schule“, in dem Kinderbücher selbstverständlich zum Alltag dazugehören und zum lebendigen Miteinander beitragen – ein Haus, in dem Lesekultur entsteht.

  1. Das Recht, nicht zu lesen.
  2. Das Recht, Seiten zu überspringen.
  3. Das Recht, ein Buch nicht zu Ende zu lesen.
  4. Das Recht, irgendwas zu lesen.
  5. Das Recht auf Bovarysmus.
  6. Das Recht, überall zu lesen.
  7. Das Recht herum zu schmökern.
  8. Das Recht, laut zu lesen.
  9. Das Recht zu schweigen.

(Daniel Pennac)

Pro Jahr werden in den Klassen 1 bis 2 Ganzschriften gelesen. Im handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht werden beispielsweise Lesetagebücher geführt, Rollenspiele durchgeführt, gemalt und gebastelt.

Die Programme Budenberg, Schreiblabor und Lernwerkstatt stehen im Computerraum und in jedem Klassenraum zur Verfügung. Diese Programme bieten zahlreiche Gelegenheiten zur Leseförderung und ermöglichen einen differenzierten und individualisierten Unterricht. Jeder Klasse steht ein Computerarbeitsplatz zur Verfügung.

Die Theodor-Heuss-Schule arbeitet seit dem Schuljahr 2014/2015 mit dem Verein Mentor Hessen e.V. zusammen. Gemeinsam mit den Leselernhelfern koordiniert die THS die Zusammenarbeit zwischen Mentoren, Kindern und Klassenlehrern.

Förderungswürdige Kinder werden von den Klassenlehrern ausgewählt. Einmal wöchentlich treffen sich Mentoren und Schüler und üben gemeinsames Sprechen, Lesen und Schreiben. Diese Treffen finden in den Randstunden statt. Gemeinsam mit den Lesementoren und Klassenlehrern finden regelmäßige Treffen zur Evaluation statt.

Im Rahmen des Deutschunterrichts werden regelmäßig Übungen und Überprüfungen zu den Lesekompetenzstufen durchgeführt.

Unsere Schule hat eine Schullizenz für das Internetangebot zur Leseförderung mit dem Namen Antolin erworben. Jedes Kind an der Schule erhält seinen eigenen Zugangscode und kann über diesen Antolin sowohl im Computerraum, in der Schulbücherei als auch zu Hause nutzen.

Die Theodor-Heuss-Schule verfügt über eine eigene Schulbücherei. In dieser Bücherei stehen den Kindern altersgemäße Kinderromane, Bilderbücher, Sachbücher, CDs sowie DVDs zum Ausleihen zur Verfügung.

Die Bücherei wird von einem Büchereiteam bestehend aus engagierten Eltern betreut und ist täglich in den großen Pausen geöffnet. In der Schulbücherei werden regelmäßig neue Bücher angeschafft. Dabei werden Bücher, die bei Antolin vertreten sind berücksichtigt.

Einmal im Schuljahr findet an der Theodor-Heuss-Schule ein Vorlesewettbewerb statt. Klassenintern werden jeweils drei Klassensieger ermittelt. Die Jahrgangssieger treten beim Vorlesewettbewerb gegeneinander an.
Eine Jury aus dem Schulbüchereiteam, Schülern und interessierten Eltern wählt die Jahrgangssieger.

Einmal jährlich findet ein Vorlesetag statt. An diesem Vorlesetag beteiligen sich alle Lehrer, Personen aus dem öffentlichen Bereich und Eltern. Den Kindern wird ein Einblick in altersgemäße Kinderliteratur gewährt.
Die Kinder wählen ihre Vorlesegruppe nach eigenen Vorlieben und Interessen.

Um die Schüler an unserer Schule für Bücher zu begeistern und ihr Leseverhalten zu fördern, lädt die Theodor-Heuss-Schule immer wieder Jugendbuchautoren ein, die ihre Bücher vorstellen, aus einigen vorlesen und den Kindern Fragen zu den Büchern, aber auch zu ihrem Leben als Autoren beantworten.

Zwei Klassen aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen bilden eine Lesepatenschaft. Dabei werden den jüngeren Schülern von den älteren Schülern Texte und Geschichten vorgelesen. Gleichzeitig lesen die jüngeren Schüler die ersten Texte und kleinen Sätze vor und erhalten dabei die Möglichkeit ihre Lesekompetenz zu verbessern.