Geschichte

Ein kurzer Abriss der Schulgeschichte

1913 bis 2013

In den vergangenen 100 Jahren hat die heutige Theodor-Heuss-Schule viel erlebt.

Kaum ein Dreivierteljahr nach Aufnahme des Schulbetriebs brach in Europa der Erste Weltkrieg aus, an dessen Ende das Deutsche Kaiserreich zusammenbrach und die Weimarer Republik entstand. Soden lag damals im besetzten Brückenkopf Mainz, so dass auch in der Turnhalle der Volksschule anfangs französische Soldaten einquartiert wurden.

Auf das Ende der Besatzungszeit und der relativen wirtschaftlichen Stabilität der 20er Jahre folgte die Weltwirtschaftskrise, wodurch sich die Vertrauenskrise und die politische Radikalisierung in Deutschland verschärfte, die schließlich die Nationalsozialisten an die Macht brachte. Da die Nationalsozialisten sich der Jugend von klein auf versichern wollten, bestimmten zwischen 1933 und 1945 auch an der Sodener Volksschule NS-Doktrin und NS-Jugendorganisationen den Schulalltag. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Schulgebäude unbeschadet, so dass der Schulbetrieb nach der Besetzung durch die US-Streitkräfte rasch wieder aufgenommen werden konnte.

Das Wirtschaftswunder der jungen Bundesrepublik machte sich auch im Frankfurter Umland mit erhöhten Zuzugsraten, Familiengründungen und steigenden Geburtenraten bemerkbar, so dass die Kapazitäten der Sodener Volksschule nicht länger ausreichten.

Im Rahmen umfangreicher baulicher Erweiterungsmaßnahmen entstanden daher in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts rings um das alte Schulgebäude mehrere zweistöckige Pavillons, die dem Schulgelände sein ungefähres heutiges Aussehen verleihen. In den letzten Jahren ist die Theodor-Heuss-Schule erneut an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit gestoßen.

Nach Eröffnung der neuen Grundschule auf der Wilhelmshöhe wird sich die Theodor-Heuss-Schule den Schulbezirk Bad Soden teilen.